Zum Stöbern ...

 

 

Respekt !!

Gäbe es einen Preis für den ordentlichsten Sperrmüllhaufen -

dieser hätte ihn sicher verdient.

 

 

 

 


 

 

Die Ordnung ist die Lust der Vernunft, aber die Unordnung ist die Wonne der Phantasie.

 

 Paul Claudel

 

 


 

 

Opfer unter Stapeln

 

 

Bremen,  28.10.2015  Gestern machte die Aufräumerin

bei einer Klientin einen grausigen Fund: Unter Papierstapeln

entdeckte sie den plattgedrückten Körper eines Osterkükens.

Das Opfer hatte offenbar mehrere Monate dort gelegen,

sodass jede Hilfe zu spät kam.

 

 


 

 

"Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert,

was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?“

 

Albert Einstein

 

 


 

 

Die To-do-Hölle
Mein Rat: Fangen Sie gar nicht erst damit an. Es bringt nur Unglück. Schönen Sonntag!

von Sören Sieg


Die Heizung gibt so komische Geräusche von sich. So gurgelnd oder plätschernd. Seit Wochen. Ich glaube, man müsste sie mal entlüften. Ich weiß aber nicht, wie das geht. Deshalb schreibe ich Heizung entlüften auf meine to-do-Liste. Und das kam so:

Vor ungefähr 25 Jahren las ich mein erstes Zeitmanagementbuch. Darin stand, ich möge alles, was ich zu erledigen hätte, in eine Liste schreiben. Die to-do-Liste. Seitdem führe ich diese Liste. Und seitdem geht es mir schlecht. Denn sie hat zwei Eigenschaften. Erstens: Egal, wie viel man erledigt, sie wird immer länger. Zweitens: Je länger eine Aufgabe dort steht, umso unwahrscheinlicher wird es, dass sie je ausgeführt wird. Es ist so, wie auf dem Zehner zu stehen und nach unten zu gucken. Nach zehn Sekunden springt man nicht mehr.

Ich verbringe zum Beispiel die Hälfte meiner Arbeitszeit damit, in meinem Schreibtischchaos meinen USB-Stick zu suchen. Selbst wenn ich ihn nicht brauche, suche ich ihn. Aus Prinzip. Deshalb steht seit einem Jahr auf der Liste: Schreibtisch-Schubladen ordnen und beschriften. Ich habe sogar die Beschriftungsaufkleber gekauft. Vor einem halben Jahr. Seitdem liegen sie vor dem Schreibtisch auf dem Boden. Und gucken mich an. Wissend, dass sie nie zum Einsatz kommen werden.

2007 ging das c’’ auf meinem Klavier kaputt. Ich habe die Saiten neu aufziehen lassen, aber das c’’ ist gleich wieder abgesackt. Seitdem will ich den Klavierstimmer kommen lassen. Ich habe mir stattdessen angewöhnt, nur noch in Ges-Dur zu spielen. Da kommt das c’’ sehr selten vor.

Seit 2004 will ich den Stromanbieter wechseln. Ich glaube, wir sind beim teuersten Anbieter der Republik, und er hat schon wieder erhöht. Und seit 1993 will ich meinen Plattenspieler reparieren. Es würde nur fünf Minuten dauern. Ich habe mir stattdessen alle Platten als CD nachgekauft.

„Kenn ich“, sagte mein Freund Ole. „Da gibt’s 'n tolles Buch: Vorbei mit der Aufschieberei!“ Vor drei Monaten hab ich’s bestellt. Im Oktober hab ich’s abgeholt. Seitdem liegt es hier. Reingeguckt hab ich noch nicht. Aber Aufschieberei lesen steht ganz oben auf der Liste. Die Heizung plätschert. Die Aufkleber winken. Das c’’ ist zu tief. Bevor ich lese, sollte ich das erst erledigen. Sonst mache ich mich ja lächerlich.

Lina kommt rein. „Papa, kannst du mir mal den USB-Stick leihen?“ – „Klar, Mäuselein!“ Tja. Der USB-Stick. Wo ist er? Wissen Sie was? Es gibt nur eine Lösung. Was immer sie tun wollen – tun Sie es jetzt! Super Idee. Kommt auf meine to-do-Liste. In diesem Sinne: Schönen Sonntag!

 

 


 

genial ...

 

... ein Zimmer im Miniaturformat !!

Christian Haake: less mess, 2007
mixed media, 30 x 64 x 125 cm

 

 


 

 

 Die obligatorischen vorher/nachher-Bilder ...

 

 


 

 

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird;

aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

 

Georg Christoph Lichtenberg

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Und wie sieht es unter IHREM Kühlschrank aus???